Die ehrliche Filmkritik - mit bald genau 666 Filmen (und der wird devilish vicious)

The Box (2009)

aka Du bist das Experiment


Story:
Norma (Cameron Diaz) und ihre Mann Arthur Lewis (James Marsden) stehen trotz ihrer guten Jobs als Lehrerin und NASA-Techniker vor großen finanziellen Problemen. Eines Tages steht ein Fremder (Frank Langella) vor ihrer Tür und bietet ihnen eine Million Dollar dafür dass sie einen Knopf drücken. Dafür wird jemand den sie nicht kennen sterben. Doch damit ist der Test noch lange nicht vorbei...

Fazit (Vorsicht SPOILER!):
Mystery die an einem Drogenwochenende geschrieben wurde ist meist nicht so gut, doch in dieser Schachtel steckt ein leicht abgedrehter, doch solide wirkender Trip, den sich jeder Twilight Zone Freund geben sollte. Cameron Diaz wirkt älter, aber immer noch sexy und überzeugt voll und ganz in ihrer dramatischen Rolle. Der Rest der Cast ist Durchschitt, außer der bekloppte Junge - der ist gut! Ein riesen Manko für mich an diesem Film ist noch die sinnlos ekelhafte Musik und die dümmlichen Sounds, die in absolut unpassenden Momenten eingespielt werden und so die Mystik einfach nur kaputt machen. Ein Film bei dem durch mehrmaliges Ansehen keine Antworten, sondern nur neue Fragen auftauchen. Hier und da sind ein paar Logiklöcher, vor allem welches Interesse die NSA daran hat die menschliche Moral zu testen. Egal, es ist schade dass der gute Plot um den Knopf und die Moralfrage sich schnell auflöst und nur am Ende kurz nochmal ins Spiel kommt, wenn auch als wichtiger Stolperstein. Die Effekte sind gut, die Story (die man zweigeteilt sehen sollte) und die Schauspieler bieten gute Unterhaltung. Sollte man vielleicht high sehen, ansonsten schwer eine passende Box für diesen Film zu finden, aber wer Donnie Darko (2001) gut fand sollte die Box aufmachen und den Play-Knopf drücken.

Bemerkung:
- based on Richard Matheson’s short story "Button, Button"

http://www.imdb.com/title/tt0362478/

6 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

James Marsden ist SICHER nicht Mittelmaß!!!

Mr. Halfasleep hat gesagt…

Sicher? - SICHER!

PS: Durschnitt is fast gut,
nur nicht ganz so gut wie 'gut'.

natalija hat gesagt…

es ist ja nicht die NSA die die menschliche moral test .. es sind die die die blitze kontrollieren .. seien es nur marsianer oder sonst ein übernatürliches volk .. es geht um gier und um unzufrieden heit in diesem film .. es wird gezeigt das der mensch nie zufrieden ist mit dem was er hat .. das ihm das eigene wohl wichtiger ist als dies der anderen .. die NSA nur eine der vielen marionetten des grossen arbeitgebers steward's ;-) .. schade das viele mit was weiss ich für erwartungen an nen film dann entäuscht sind wenn sie ihn nicht verstehn .. obwohl .. es wundert mich nicht wirklich, wird uns doch immer alles auf einen silbertablett serviert ;-).. hier nur ein paar dinge aufgeführt .. zu wenig platz .. zu wenig zeit .. und nicht wirklich das bedürfniss aufen zu öffnen ;-)

Anonym hat gesagt…

Die Gruppe derjenigen, die den Film nicht verstehen, dürfte eine große Schnittmenge mit der Gruppe derjenigen bilden, die unbedarft den Knopf gedrückt hätten.

Zu den Punkten der Kritik:

- Die NSA verfolgt im Film gar keine eigenen Interessen, sie sind Marionetten der Blitzgescheiten. Wer das selbst nach mehrmaligen Betrachten des Films nicht versteht, sollte sich besser leichterer Filmkost zuwenden.

- Der Cast ist alles andere als durchschnittlich, neben Cameron Diaz überzeugen auch James Marsden und Frank Langella mit mehr als soliden Leistungen.

- Der bekloppte Junge ist offenbar das Resultat einer früheren Iteration des Knopf-Spiels, so wie alle Employees die Überreste dieses perfiden Spiels um Moral und Verantwortung sind -- Opfer und gleichzeitig nahe Angehörige von Tätern.

- Musik und Soundeffekte wurden offenbar gewählt, um den Old-School-Charakter des Films unterstreichen. In weiten Teilen wirkt der Film absichtlich so, als spiele er nicht nur im Jahr 1976, sondern als wäre er auch in jener Zeit produziert worden. (Was für ein Zufall, dass Hitchcock ausgerechnet 1976 Regie für seinen letzten Film führte.) Wenn man häufiger Filme aus jener Zeit sieht, fallen Musik und Soundeffekte nicht negativ auf. Wer sich nur mit New-Trash umgibt und Techno für Musik hält, wird mit dem Film vermutlich Probleme haben.

Fazit: Der Film ist durchaus auch ohne Drogen genießbar, aber leider absolut nicht ohne Hirn.

Mr. Halfasleep hat gesagt…

Hallo Mr. Anonym,
hast du denn mein Fazit richtig gelesen? Ich fand den Film gut, doch hat er nicht wirklich Sinn ergeben (für mich). Was Old School betrifft, so kenne ich ein-zwei Filme um zu wissen was gute und was schlechte Sounds sind! Ich hab schon Klassiker gesehen und gehört, da hast du dir noch unter der Bettdecke mit deiner Taschenlampe ins Gesicht geleuchtet! Aber sicherlich findest du auch noch genug Braincracking Music in all den Bollywood Filmchen für dich.

Fazit: Jeder hat doch seine Meinung und WIR drücken den Konter-Button, wenn UNS einer pushed!

Anonym hat gesagt…

Hehe, ich musste echt schmunzeln als ich die Kritik gelesen habe.
Wenn schon so einfache Offensichtlichkeiten nicht verstanden werden, frage ich mich, was wohl bei wirklich schwer zu verstehenden Filmen herumkommt.

Ich will es glaub ich nicht wissen ;)

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