Die ehrliche Filmkritik - mit bald genau 666 Filmen (und der wird devilish vicious)

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Not the Messiah (He's a Very Naughty Boy) (2010)



Story:
Eric Idle präsentiert eine Aufzeichnung vom Oktober 2009 in der Royal Albert Hall zur Feier von 40 Jahren Monty Python. Basierend auf Händels Oratorium 'Der Messias' (1741) wird die Geschichte von Life of Brian (1979) 90 Minuten lang leicht verändert im Klassik-Musik-Gewand dargestellt...

Fazit:
Classical Monty Python Comedy goes Classic! Nach dem Musical Spamalot (2005), dass natürlich nur auf deutsch nach Deutschland kam, kommt nun dieses Operngemetzel ungeahnter Größe. Eric Idle ist nicht nur ein brillanter Komiker, sondern auch ein musikalisches Genie, was er mit diesem Selbsttribut beweist. Genial-witzige Texte werden monumental performt, von berühmten Opernsängern und passendem Orchester. Ich kann nicht beschreiben wie sehr ich mich darüber geärgert habe, dass ich nicht zur Aufführung in London war, aber wenigstens war ich einer der Wenigen die bei der Deutschlandweiten Kinoausstrahlung dabei waren. Ich war glücklich die alte Komikergarde sehen zu können und wie sehr sie doch gealtert sind. Michael Palin, Terry Jones und Terry Gilliam leisten unbezahlbare Beiträge zu dem Stück. Leider fehlt John Cleese um die Sache perfekt zu machen und so manch ein guter Gag (u.a. Römer gehen das Haus?), aber so spielt manchmal das Leben. Wer sich im Sommer die DVD holt sollte aber kein Musical erwarten, eher eine Mischung aus Oper und Slapstik-Einlagen, mit Texten bei denen man nur lachen und staunen kann, sowie einer Odyssee durch die unterschiedlichsten Musikstile. Sogar die ein oder andere Träne presste sich mir aus dem Auge, einfach weil es so verdammt schön war. Für Monty Python Fans ein MUSS und für Klassikfans mit Humor, ein bizarrer Meilenstein der Klassikgeschichte.

http://www.imdb.com/title/tt1616543/

Labyrinth (1986)

aka Die Reise ins Labyrinth


Story:
Sarah (Jennifer Connelly) soll auf ihren kleinen Bruder Toby aufpassen, während sich ihre Eltern unterwegs amüsieren. Als Toby nicht schlafen will und zu weinen beginnt, beschwört Sarah aus Versehen den Goblin König (David Bowie). Dieser entführt Toby und bringt ihn in sein Schloss, versteckt in einem gewaltigen Labyrinth. Sarah muss ihren Bruder unbedingt vor Mitternacht finden, sonst verwandelt er sich in einen Goblin (aka Kobold). Eine gefährliche Reise beginnt...

Fazit:
Ein wunderschönes Märchen mit tollen Figuren und einem nervigen David Bowie. Der Film würde die Topwertung kriegen, wenn Bowie nicht ab und an singen würde - und dann auch noch sooo schlecht. Die Monster, die Welt, das Abenteuer, die Cast - alles super, nur dieser verdammte Bowie-Penner hält einfach seine Fresse nicht und zerstört diesen knuddeligen Fantasyfilm für die Kinder mit seiner dummen rockig-schwuchtelig angehauchten Musik. Jeder sollte versuchen die Parts zu skippen und sich auf den Rest des Films konzentrieren, denn er bietet eine schöne Alternative zu den sonstigen Fantasy-Verfilmungen. Zwar gibt es ein paar Botschaften (u.a. Freundschaft und Verantwortung), aber das Mädel scheint nichts gelernt zu haben. Die Rätsel sind nett, auch wenn sie kein einziges richtig löst und in Wirklichkeit schon nach 2 Minuten tot wäre. Egal, hier gibt's viele gute Ideen und konfuse Charaktere für konfuse Menschen wie mich. Sehenswert.

Hightlights:
- Armloch
- Ludo (Hornmonster)

http://www.imdb.com/title/tt0091369/

Grease (1978)



Story:
Zwischen Danny Zuku (John Travolta) und Sandy Olsson (Olivia Newton-John) war es die Liebe des Sommers, doch ihre Wege trennen sich. Als sie sich an der Rydell High wieder treffen, ist Danny zu cool um sich mit ihr abzugeben. Doch Sandy gibt nicht auf und verbündet sich mit den Pink Ladies...

Fazit:
Angesiedelt am Ende der 50er Jahre kommt eines der buntesten und kultigsten (Liebes) Musicals aller Zeiten, mit flotten Tanzschritten und witzigen Ohrwürmern. Die Story ist banal, aber dafür Kulisse und Schauspieler einfach nur der Hit. Alles ist so pink und künstlich glücklich, dass man denkt man wäre in einem Glücksbärchen Film gefallen, doch hier macht die Sache Spaß und jeder Track geht ins Ohr. Für jeden (Pop-)Musical Fan ein MustHear/See, für den Rest wahrscheinlich zu schrill und grease'ig!

Zitat:
"The only man a girl can count on is her daddy!"

Bemerkung:
- Cameos: Lorenzo Lamas und Eddie Deezen (der Typ ist sowas von Party)

http://www.imdb.com/title/tt0077631/

The Producers (2005)



Story:
Max Bialystock (Nathan Lane) ist der wohl schlechteste Produzent in der Geschichte des Broadways, alles was er produziert wird ein Flop. Als er dem Buchhalter Leo Bloom (Matthew Broderick) begegnet beschließen beide reich zu werden in dem sie das schlechteste Musical aller Zeiten auf die Beine stellen. Da kommt der verrückte Franz Liebkind (Will Ferrell) mit seinem Skript "Frühling für Hitler" gerade richtig...

Fazit:
Mel Brooks hat sein Werk von 1968 neu und nahezu perfekt aufgelegt, diesmal als Musicalfilm zum erfolgreichen Musical von 2001. Die Darsteller/Performer sind durchweg überzeugend, vor allem Broderick, Lane und Ferrell, ich habe jede Minute genossen. Die Songs sind genial, witzig und durchdacht, die Tanzeinlagen cool, der Humor (dank Ferrell, seinem Deutsch und seinen Tauben) brillant und die klasse Verarsche von Hitler machen den Film zu einem Meilenstein in der Musicalfilm-Geschichte, selbst das Outro ist unbezahlbar! Ein MUSTSEEorDIE für JEDEN Musical-Fan!

Highlights:
- Tauben und Siegfried-Schwur
- Rentner Dance
- Uma Thurman
- Donald Dinsmore (at the Hitler Casting)

Zitate:
"You have mistaken me with someone with a spine!"
"Every show I touch I doom."
"I had nothing to do with the war! I didn't even know there was a war on!"
"Hail myself."
"Don't forget to buy 'Mein Kampf' - in paperback!"

Bemerkungen:
- Hammer OST
- Nebenrollen: Uma Thurman (sexy!) und Jon Lovitz; Cameo: Mel Brooks

http://www.imdb.com/title/tt0395251/

Jesus Christ Superstar (1973)



Story:
Ein Bus hält in der Wüste. Die Passagiere steigen aus, verkleiden sich und bauen ein gewaltiges Set auf, in dem sie den Aufstieg und Fall von Jesus Christus (Ted Neeley) in Musical-Form performen...

Fazit:
Ein cooles Rock-Musical, mit der Musik von Andrew Lloyd Webber, uraufgeführt 1971, zeigt Jesus aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die teilweise verstreute negative Kretik an Jesus hält sein Gleichgewicht mit seiner guten (biblischen) Seite, ist also nur bedingt objektiv. Die gesamte Choeographie kann sich wirklich sehen lassen und flashed die Augen. Die Songs sind ebenfalls sehr gut, aber ich habe vergeblich auf einen Song zum großen Finale gewartet. Nobody tops "Always look on the bright side of life" aus Life of Brian (1979) - der beste Song in 'Verbindung mit Jesus' und einer der Besten der Menschheitsgeschichte überhaupt. Musicalfans, die keine Angst vor einem Hippie-Jesus und -leuten haben sollten sich das Teil geben, bis auf die traurige Grundstimmung ist es nämlich der Hammer!

Bemerkungen:
- Hammer OST
- ein schwarzer Judas (Best Singer!)

http://www.imdb.com/title/tt0070239/

Cradle Will Rock (1999)

aka Das schwankende Schiff


Story:
In den 30er Jahren kommt es in den USA (vor allem in New York) zu einem Zusammenprall von Kunst und Politik. Orson Wells versucht ein Arbeiter-Musical auf die Beine zu stellen und das Rockefeller Building bekommt eine kommunistische Wandmalerei, bald stürmt der Zorn von Staat und Rockefeller auf die Bühne...

Fazit:
Hier werden viele kleine Geschichten um ein Musical gebaut, laufen aber nicht alle ineinander. Die Darsteller sind bunt und alle (vor allem Joan Cusack) überzeugen, die Songs sind zwar rar gesäht, aber sie rocken! Viele Stories haben einen starken dramatischen Unterton, enden aber alle mit einer gewissen Hoffnung. Für Musical Fans einen Versuch wert, auch wenn es nicht wirklich viele Songs sind, allen anderen, besonders der Drama-Ecke, wird eine gute Show geboten.

Zitat:
"Art is never dangerous, unless it tells the truth."

Bemerkungen:
- Nebenrollen: Joan Cusack, John Cusack, Bill Murray, Emily Watson, Jack Black und Kyle Gass; Regie & Drehbuch by Tim Robbins
- The Cradle Will Rock ist ein Musical von 1937

http://www.imdb.com/title/tt0150216/

Cannibal: The Musical (1996)

aka Alferd Packer: The Musical


Story:
Alferd Packer (Trey Parker) ist Fährtenleser und wird angeklagt 4 Männer gefressen zu haben. Das Urteil wird schnell gefunden und lautet: Tod durch den Strang! Durch eine neugierige Frau erhält er eine zweite Chance freigesprochen zu werden und seine erste Chance seine Geschichte zu erzählen...

Fazit:
Matt Stone führte hier Regie und Parker übernahm die Hauptrolle, was soll man noch sagen? Wem die Namen nichts sagen, der muss viel nachholen, aber wer Southpark (1997) mag, der wird diesen Western lieben! Viel Musik, sinnlose Texte, schöner Klang, dumme Dialoge, witzige Situationen und eine wirklich gute Story! Super für alle Musicalfans mit viel viel Humor, der aus dem Rahmen fällt! Angucken!

http://www.imdb.com/title/tt0115819/

Chicago (2002)



Story:
Roxie Hart (Renée Zellweger) betrügt ihren Ehemann um dadurch ein Star auf der Bühne zu werden, doch man lässt sie fallen, woraufhin sie einen Mord begeht. Als sie Billy Flynn (Richard Gere) , einen schmierigen Anwalt, für sich gewinnen kann, kommt sie doch noch zu ihrem Ruhm und vielleicht um den Strick herum...

Fazit:
Zellweger ist hier das perfekte blonde Dummchen und nervt so richtig. Catherine Zeta-Jones und John C. Reilly geben ihr Bestes um den Film zu retten, denn ihre musikalischen Einlagen sind wirklich gut, doch rettet dass den Film letzten Endes nicht. Die Story ist nett gedacht und Medienkritisch, die Choreographie klasse, aber die Texte und die manchmal vor sich dahinverwesende Musik, wie auch Mr. Gere und Ms. Zellweger versauen den ganzen Film. Manche Situationen als Musicalshow ablaufen bzw. überlaufen zu lassen ist eine tolle Idee, aber dann doch bitte mit den richtigen Leuten! Gere kann nicht singen, Zellweger hat 0 Präsenz und die Texte sind nicht gerade aufs Reimen oder auf melodiöse Harmonie angelegt. Kein schöner Tribut an vergangene Tage!

Bemerkung:
- Cameo von sexy Lucy Liu

http://www.imdb.com/title/tt0299658/

Little Shop of Horrors (1986)

aka Der Kleine Horrorladen


Story:
Seymor (Rick Moranis) ist der ewige Verlierer, ob im Job oder in der Liebe. Als er eines Tages eine seltsame Pflanze findet und sie in den Blumenladen seines Chefs bringt ändert sich alles. Immer mehr Leute kommen um die seltsame Pflanze zu bestaunen. Doch Audrey II, wie Seymor sie nennt, muss regelmäßig gefüttert werden - mit Menschenblut...

Fazit:
Einer der wenigen guten, komischen Musical-Filme, mit Stil. Die Songs sind alle kreativ, von den Lyrics über die Melodien bis hin zur Choreographie ist alles ein einziger Genuss. Rick Moranis, bekannt aus Ghost Busters (1984) und Ghost Busters II (1989), brilliert hier als Loser und Sänger. Die Effekte sind klasse und Audrey II einfach nur die coolste Sau im All.

Bemerkungen:
- Audrey II erinnert ein bissl an eine Venusfliegenfalle
- lustiger Cameo von Bill Murray als masochistischer Patient
- andere Cameos: Steve Martin, John Candy, James Belushi
- 60% des Films bestehen aus Musikeinlagen
- Levi Stubbs ist die Stimme von Audrey II, war Mitglied der Four Tops

http://www.imdb.com/title/tt0091419/

The Rocky Horror Picture Show (1975)




Story:
Brat (Barry Bostwick) und Janet (Susan Sarandon) haben eine Autopanne und finden auf der Suche nach einem Telefon ein altes Schloss. Der Schlossherr Dr. Frank-N-Furter (Tim Curry) ist ein Transvestit mit einem gewaltigen Geheimnis, der das Parr nicht wieder gehen lassen will...

Fazit:
Wer den Film beim ersten Mal komplett schnallt ist ein Genie! Die absurd wirkende Story ist am Ende sehr einleuchtend, auch wenn ich den Film noch einmal schauen müsste um alles zu checken. Der Song am Anfang ist nicht nur sinnloser Bullshit, sondern wie alle anderen Lieder eine Art geschlossene Geschichte. Die Musik ist sehr ungewöhnlich arrangiert, aber dafür umso angenehmer zu hören. Die Stimmen sind gut, die Songs (vom Text bis zum Instrument, wie auch getanze) klasse zusammengeklemptnert. Die Story ist absurd und die Schauspieler sind alle schwer gestört (nur Brat und Janet nerven als Normalos). Ein kleines, kurzweilige Filmchen, mit Kultcharakter - für das Genre der (Absurd-) Musicals. Man sollte die Freude an bunten Farben und (kaputter) Musik mitbringen! Anschauen und gay...ähm...okay! Okay!

Bemerkung:
- Kultfilm für viele Homo- und Transsexuelle
- cooler Gastauftritt von Meat Loaf

http://www.imdb.com/title/tt0073629/

Fantasia 2000 (2000)



Story:
In 6 oder 7 Kurzanimationen wird hier Tribut gezollt an das Original von 1940, welcher damals bahnbrechend war für die Welt der Trickfilme. Es werden Alltagsgeschichten, sowie Fantasy-Stories bis hin zu Abenteuern von Mickey Mouse und Donald Duck behandelt, ohne ein einziges Wort - hier zählt nur die klassische Musik... angekündigt von einer gealterten Hollywood-Riege und begleitet von einem weltbekannten Orchester...

Fazit:
Die Bilder sind zu über 60 % animiert, was zwar den Fortschritt zeigt, aber kein sonderlicher Tribut an das Original darstellt. Ebenso die ausgewählten Stücke sind nicht annähernd so passend und genial wie beim Original, jedoch breitgefächerter, denn in der Neuauflage kommt auch die eine oder andere unklassische Musikrichtung zum Zuge, wie zum Beispiel Jazz! Die Gesichten an sich sind niedlich, Kinderfreundlich und schnell erzählt. Ein halbwegs akzeptabler Versuch eines Tributs, den Disney selbst aber gewiss anders gestaltet bzw. einfach nur das Original neuvertont hätte. Die bunten Bilder fesseln, aber die meisten Kinder wirds wohl erst ab 3 oder 4 Jahren ansprechen und es ist fraglich ob sie den ganzen Film durchhalten, wobei das Original doppelt so lang ist.

http://www.imdb.com/title/tt0120910/

Happy Feet (2006)



Story:
Mumble ist ein Pinguin, der seit seiner Geburt, anders als alle anderen Kaiserpinguine kein Talent zum singen hat. Jedoch hat er ein anderes Talent, und zwar in seinen Füßen: er liebt es zu tanzen, um genauer zu sein, er liebt es zu steppen! Damit macht er sich nicht sonderlich beliebt in seiner Umwelt, bis sogar sein eigener Vater ihm den Rücken kehrt, denn die Ältesten machen Mumbles Tanz dafür verantwortlich dass die Fische verschwinden, Mumble zieht aus um das Geheimnis zu lösen und begegnet dabei allerlei Gefahren...

Fazit:
Ein Film für die ganze Familie, zwar ist alles durch und durch animiert, sehr süß und detailgetreu, jedoch ist die Story nicht die Beste. Der Film versucht eine Botschaften zu vermitteln, direkt und am Rande. Direkt, dass jeder von uns sein Talent hat und das man anders Artige bzw. aus-der-Reihe-Tänzer akzepztieren soll und am Rande, dass Pinguine (wie auch andere Lebewesen) durch die Ausbeutung durch Menschenhand langsam ihre Lebensgrundlage verlieren. Die Tanzerei ist gut gemacht und hat Gefühl, die Songs sind schön - auch wenn sie wirklich OldSchool sind (z.B. Queen) und nur selten die Abwandlungen einiger "aktueller Chart-Hits" angerissen werden. Es bleibt sogar noch Zeit für Romantik (obwohl etwas sehr fragwürdig, am Ende, wer da mit wem zusammen ist) und ein paar Momente feinen-kleinen Humors! Macht Lust auf Tanz und Gesang!

http://www.imdb.com/title/tt0366548/

Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street (2007)



Story:
Sweeney Todd (Johnny Depp) kommt nach vielen Jahren aus der Gefangenschaft zurück und will Rache an denen die ihm zu Unrecht seine Frau und seine Freiheit nahmen! Zusammen mit der Fleischpastetenverkäuferin Mr. Lovelett (Helena Bonham Carter) wandelt sich siene Rache in ein wahlloses Abschlachten, unter dessen Bergen von Leichen und Flüßen aus Blut, die Wahrheit gerichtet wird...

Fazit:
Tim Burton (Nightmare before Christmas - 1993) bietet hier einen düsteren Filmmix aus Fleischpasteten, Gesang und Rache! Jedoch ist die dargebotene Musik ganz anders als in dem o.g. Animationsfilm von '93, es ist neben der depressiven Stimmung eine Art der Eintönigkeit im Gesang (außer Depp/Rickmann) und festgefahrene Anwendung von schrillen Instrummenten stets präsent, einzige Ausnahmen sind die kurzen Momente in denen Depp den Rhytmus verlässt und nur seinen Hass singen lässt, begleitet von einem Amoklaufenden Orchester! Die Kulissen, Schauspieler und die Story sind super, wobei die Story ihren eigentlichen Sinn ab der Hälfte verliert und Depp einfach nur noch so Leute abschlachtet. Alles sehr blutig gehalten, nahe dem Splatter - Lob an die Maske! Der Film ist wirklich nur was für Leute die (trockene) Musicals mögen, der Klassik nicht abgeneigt sind und Spaß am Tim Burton Stil haben (Gesang und Dunkelheit, extra gepaart mit erfrischendem Humor und dem Flair lang vergessener Tage)!

Bemerkung:
- Alan Rickman (Judge Turpin) ist einer der besten Schurken ever (Stirb Langsam I (Hans Gruber) und Harry Potter (Serverus Snape) + ein guter Sänger

http://www.imdb.com/title/tt0408236/

Hairspray (2007)





















Story:
1962 in Baltimore, Tracy (Nikki Blonsky) ist der größte Fan von Hairspray (der beliebtesten weißen Teenie-TV-Serie von weißen Teens für weiße Teens) und als eines Tages ein gewaltiges Loch in deren Tanzensemble klafft, will sie es unbedingt füllen. Doch passt sie nicht in den Erwartungsrahmen den die Chefin der Serie Velma von Tussle(Michelle Pfeiffer) verlangt. Die monströsen Hürden die sich ihr in den Weg stellen nehmen kein Ende, erst die weißen Vorurteile gegen ihre neuen nicht weißen Freunde und dann noch die gewaltigen Zweifel ihrer eigenen Mutter (John Travolta) machen ihr das Leben immer schwerer...

Fazit:
Ein wirklich breit gefächerter Film, der versucht die damalige Rassentrennung über die Akzeptanz der Adipositas-Behinderten zu beenden. Mit viel Tanz und Gesang wirkt der opulent-ausgestattete Streifen nicht nur durch das schäbige Mitwirken von Zac Efron wie High School Musical 4, es ist eher eine XXL-Version davon, denn das Ding ist sogar noch riesiger, bunter und einfach Bodenständiger (ernstere Themen und die Leute springen nicht so viel und so hoch durchs Bild) als das Kinderfreundlichere Vorbild. John Travolta übt mit seinem gigantischen Acting eine so immense Anziehungskraft der Zuschaueraufmerksamkeit auf sich aus, dass man eher den Blick von einem LKW-Unfall abwenden würde als von ihm, wobei der Fettanzug realistischer wirkt als in Big Momma's House I+II (2000/2006). Die Musik swingt nur so mit freundlichen und mit Botschaften wohlgenährten Texten, prallen Rythmen und pompösen Tanzeinlagen. Auch sind hier eher die alten Hollywoodhasen, wie Michelle Pfeiffer (immer noch sehr attraktiv) und Christopher Walken, wie auch die Konfliktthemen -auch wenn deren Erscheinungsbild durchgehend eher dünn wirkt- die wahren kleinen Hauptdarsteller, die sich nur hinter Travolta und Blonsky (realistischter Anzug überhaupt) verstecken müssen. Das Dicke hier als fresssüchtig und -bestechlich zur Begaffung wie Seelöwen oder Elephanten im Zoo vorgeführt und ihr Hunger als förderungswürdige Eigenschaft präsentiert werden ist erniedrigend und keine gute Message für
die kleinen Mädchen dieser Welt, die mit schweren Knochen oder zu Übergewicht tendierender DNS geboren wurden! Das Übergewicht an 4-dimensinonaler Liebenswürdigkeit wird nicht annähernd durch das halbherzige Durchkauen und Verdauen der schwierigen Themen aufgewogen. Bis auf einige Klischees über die sich der Film lustig macht und sie somit verharmlost, ist er als momumentales Highlight unter den Happy-End-Guaranteed-Girl-Movies zu sehen! Wer Hunger auf einen guten, quietschig-quiekigen Love-Dance-FatPower-Film hat, der wird hier mehr als satt! Wer hätte gedacht dass das alte Hollywood so neu und erdrückend gut singen kann? Ein echt sau fetter Film!

Supporting Actors:
- Amanda Bynes (Big fat Liar, What a Girl wants)
- James Marsden (Cyclops: X-Men (2000), Superman returns)
- Queen Latifah (Hairspray; unangenheme Person die selbst von den Afroamerikanern gemieden wird)
- Jerry Stiller (King of Queens; Vater von Ben Stiller)





Bemerkung:
- Chritopher Walken tanzte schon einmal und zwar durch ein Musikvideo von Fatboy Slim, Titel: Weapon of Choice (sehr charmante Moves eines der coolsten Heels ever)


Impuls meint: Mal eine Abwechslung zu Highschool Musical!!! -nicht wirklich.
Wichtig ist, dass in dem Film Amanda Bynes, auch bekannt aus Hallo Holly! mitspielt.
Sie ist das süße Mädchen mit den aufdringlichen Zöpfen, was sich an einen Schwarzen verschwendet.
Anekdote an dem Filmabend: Ich dachte immer Schwarze durften im Bus damals nur hinten tanzen.

http://www.imdb.com/title/tt0427327/

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