Die ehrliche Filmkritik - mit bald genau 666 Filmen (und der wird devilish vicious)

Tiger der Todesarena (1976)

aka Feng yu shuang liu xing


Story:
Mi Wei (Yu Wang) wird auch der Killer Meteor genannt, er bestraft alle Verbrecher und hat einen tödlichen Kampfstil. Eines Tages bittet man ihn dem Unsterblichen Tiger (Jackie Chan) zu helfen, da dieser im Sterben liegt. Doch das benötigte Medikament ist nur ein Teil des Todbringenden Puzzles dass der Killer Meteor zu lösen hat...

Fazit:
Tja, vorweg sei erwähnt das Jackie Chan hier nur eine kleine, aber dennoch wichtige Nebenrolle hat. Yu Wang kann einfach nur böse gucken! Die Choreographie besteht aus hin und her fliegen und ein paar seichten Kämpfen, die Dialoge sind durchweg sinnlos, aber es gibt witzige Kampfnamen z.B. Killer Meteor, der meisterliche Recke, etc. Der Typ der sich für die Musik verantwortlich zeichnet muss wohl bei der Produktion eingeschlafen sein, denn während 'wichtiger' Dialoge wird laute, nervige und unangebrachte Musik eingespielt. Andere seltsame Dinge sind: übelste Kämpfer werden vorgestellt, aber die sterben unglaublich schnell und billig; es gibt ein gewaltiges Haus, dass innerhalb von 1 Minute bis auf seine Grundmauern (!) niederbrennt; es gibt Verwesungspulver an dem man stirbt, aber nicht verwest; der Endkampf ist in der Todesarena und ist verdammt schnell vorbei; etc. Die endlose Liste an Quatsch-Momenten wird eigentlich nur durch das Ende übertroffen, das soviele Wendungen und Auflösungen enthält, dass wohl selbst Sherlock Holmes seinen Hut gezogen hätte. Ein Film der selbst hartgesottenen Martial Arts Freaks es schwer macht Spaß dran zu haben! Kann man sich antun, wenn man alles andere in dem Genre schon kennt!

Zitate:
Eine Palastwache als sie einen schwer verprügelten finden: "Bist du verprügelt worden?" - Antwort: "Bist du ein Mediziner?"
Als man mit dem Helden über den Tod seiner Freundin redet:
"Das belastet dich sicher?" - "Ja und Nein! Eigentlich nicht besonders!"

http://www.imdb.com/title/tt0074747/

Die Unbesiegbaren der Shaolin (1978)

aka She hao ba bu


Story:
Jedes Jahr treffen sich die Großmeister des KungFu und beraten über ihre Techniken. Sie halten das Land im Gleichgewicht, doch eines Tages, nachdem sie ein mysteriöses Buch fertiggestellt haben (Schlange-Kranich-Stil), sind die 8 Meister verschwunden. Später taucht der junge Hsu Yin-Fung (Jackie Chan) auf und führt das Buch mit sich, nun trachtet jeder Bandit nach dem Buch und Yin-Fungs Leben...

Fazit:
Ein mir bis dato unbekannter Jackie Chan Film - leider! Denn der Streifen rockt mächtig, zwar fehlt das übliche dumme Gequatsche, aber dafür gibt es viele peinliche Bemerkungen. Was Kämpfe betrifft, die gibt es etwa im 2 Minuten Takt, nachdem ein Kampf vorbei ist (ab und an wird ein Fight gespult um schneller zu wirken)- cool vor allem der Endkampf. Wobei das Ende sich sehen lassen kann, denn es ist äußerst kreativ, wer stirbt und wer nicht ist eigentlich fast nicht zu erahnen! Deswegen und aufgrund der fetten Choeographie ist es ein Muss für alle JC-Fans, wie auch Martial Arts Freunde!

Zitat:
"Ich bin nicht nur schlau, sondern intelligent!"

Bemerkungen:
- ähnlich wie in: Die Schlange im Schatten des Adlers (1978) gibt es ein cooles ca. 4 Min. langes Kampfintro
- Betrunkene (Meister) haben fast immer eine dicke, knallrote Nase
- die übertriebene Gestik und die sinnlosen Staredowns sind irgendwo witzig

http://www.imdb.com/title/tt0078251/

The Taking of Pelham 123 (2009)

aka Die Entführung der U-Bahn Pelham 123


Story:
In New York übernehmen einige bewaffnete Verbrecher eine U-Bahn und ihre Passagiere als Geisel, das Lösegeld beläuft sich auf knappe 10 Millionen Dollar, ausgeliefert in der nächsten Stunde oder alle Passagiere sterben. Der Anführer Ryder (John Travolta) liefert sich während der Verhandlungen ein Psycho-Spiel mit dem Fahrdienstleiter Garber (Denzel Washington). Die Zeit läuft...

Fazit:
Travolta überzeugt, Washington und der Film nicht. In keinem Moment wird richtig Spannung aufgebaut, die Action ist minimal und das große Finale vorhersehbar und in die Ecke "schon oft dagewesen" zu packen. Das Remake entgleist hier einfach, dank schlechter Schauspieler und einer miesen Story. Warum schießen Anfänger immer in die Brust, anstatt in den Arm oder die Beine? Woher kannten die Cops die Faces aller Gangster? Solche Fragen kommen auf, wenn eine Story sich vor hastigem Zielsprint selbst überholt und stolpert. Ein Mittelklasse Thriller der als direct-DVD-Release vollkommen ausgereicht hätte! Lieber diesen (Kino-)Zug verpassen!

Bemerkungen:
- gebt euch lieber die Vorlage: The Taking of Pelham One Two Three (1974) (mit Walter Matthau)
- John Travolta ist Scientologe

http://www.imdb.com/title/tt1111422/

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