Die ehrliche Filmkritik - mit bald genau 666 Filmen (und der wird devilish vicious)

The Informant! (2009)

aka Der Informant!


Story:
Mark Whitacre (Matt Damon) ist ein Manager bei dem mächtigen Getreide- u. Ölsaatenhersteller ADM, doch als er sie heimlich zu erpressen versucht, schaltet die Firma das FBI ein. Whitacre windet sich aber aus der Affäre indem er dem FBI von illegalen Machenschaften seiner Firma berichtet und somit als Informant für sie tätig wird. Doch als sich die Sache zuspitzt wird er selbst zur Zielscheibe...

Fazit:
Angelehnt auf das Leben des echten Whitacre (s.u.) wird hier ein langatmiger, minimal lustiger und traurig-langweiliger Film mit einem fett-hässlichen Matt Damon geboten. Bis auf Damon, der durch pure Dummheit, Hässlichkeit, Damon-Haftigkeit und Peinlichkeit immer wieder ins Auge fällt und für Kopfschütteln sorgt, gibt es nichts weshalb ich den Film empfehlen sollte, mal abgesehen von dem dreisten Informantenspiel und den fiesen Preisabsprachen, die einfach nur zeigen how little we know. Also lasst mich euch allen im Stillen raten, ihr fahrt besser mit der Discovery Channel Doku Undercover: Operation Harvest King (2009), als mit diesem viel zu langen und lahmarschigen Filmchen.

Bemerkung:
- Mark E. Whitacre, President der BioProducts Division bei Archer Daniels Midland (ADM) (1989 bis 1995) arbeitete ab 1993 mit dem FBI zusammen um internationale Preisabsprachen seiner Firma aufzudecken, doch da er selbst 9 Mio. Dollar unterschlug kam er ins Gefängnis. Heute ist er Chief operating officer und President of Operations bei Cypress Systems (Bio-Technologiefirma in Californien)

http://www.imdb.com/title/tt1130080/

Surf Nazis Must Die (1987)



Story:
Ein Erdbeben mit der Stärke 8.6 verwüstet die Küste Kaliforniens. 80.000 Menschen finden den Tod, die Polizei ist hoffnungslos überlastet und in den Städten bricht die Anarchie aus. Die Surf Nazis, Adolf, seine Frau Eva, Göring und Mengele nutzen die Gunst der Stunde und beginnen einen Surfer Bandenkrieg, um die Strände Rivalisierender Surfer Banden zu erobern.

Fazit:
Die Handlung des Filmes beginnt mit einer Durchsage des Katastrophenschutzes, „Achtung, Achtung! Dies ist kein Test! Dies ist ein Notfall!“(nervende Wiederholung), klarer hätte man es nicht ausdrücken können. Der gesamte Film ist ein einziger Notfall dem man getrost das Prädikat NO-Budget-Streifen geben kann. Während Adolf einen Schnauzer (keinen Onkel Adi Bart), Schal und hautenge Klamotten trägt (Gay³), Eva wie ein Clown geschminkt ist und Göring sich vom Anfang bis zu seinem durchaus unterhaltsamen Ende über seine Hakenhand ärgert, die schon mal die Form einer spitzzulaufenden Hacke haben kann (man sieht immer wie er die Hakenhand mit seiner gesunden Hand festhält) und sich dabei anscheinend gern in auffällig gelben Mülltonnen versteckt (wohl Stundenlang) wird hier gesurft, geklaut und unspektakulär gekämpft, unter anderem auch beim surfen. Eine der rivalisierenden Surf Gangs sind die Samurai Surfer, die wohl einzigen 3 Asiaten die absolut keinen Kampfsport beherrschen, aber dennoch gern mit Nunchucks, Messern und lächerlich wirkenden Bewegungen versuchen Eindruck zu schinden und/oder zu kämpfen. Der ekelerregende Synthie-Soundtrack verleitet allzu oft dazu die Mute taste zu nutzen. Einen wirklich sinnvollen Dialog verpasst man ohnehin nicht, es gibt wohl auch nicht genug Plot zu dem man einige begleitende Dialoge hätte schreiben können. Unnötig zu erwähnen das keiner der, ich nenne sie mal „Schauspieler“, in irgendeiner Art und Weise überzeugen kann, von der Glaubwürdigkeit der Kulissen ganz zu schweigen. Immer und immer wieder sieht man in diesem Film das Hakenkreuz, mal links, mal rechts herum, niemanden scheint es zu interessieren in welche Richtung das Swastika verläuft - Warum auch?! Hakenkreuz = Nazi, egal wie herum. Während Adolf auf einer Versammlung aller Surfer Gangs, die meist nur aus 3 Leuten bestehen, verkündet das bald Nazi Schlachtschiffe vor den Küsten auftauchen werden (!!!) sieht man sogar ein großes rotes Swastika hinter ihm an eine Wellblechwand gehängt, es verläuft (natürlich) entgegen dem Uhrzeigersinn. Auch die restliche Kulisse dieses Streifens mutet mehr als nur merkwürdig an und offenbart einige Logiklöcher. Während alle Strände praktisch Menschenleer sind wohnen die Gangs in Tunneln, Pagoden oder Abbruchhäusern, die natürlich alle von diesem gewaltigen Erdbeben verschont geblieben sind, da wie jeder weiß baufällige Ruinen und Pagoden äußerst stabil und erdbebenfest sind. Man fragt sich wie dieses D-Movie es schaffen konnte das mitten im Sommer keine Sau, außer den Gangs, die Strände bevölkert. Doch dann erblickt man bei einigen „Panorama“ Einstellungen die malerische Schönheit von unzähligen Bohrtürmen und Industriegebieten (die natürlich auch das Erdbeben unbeschadet überstanden haben) und es wird klar das es ca. 2$ gekostet haben dürfte um den Strand eine Woche lang zu sperren. Der Showdown, wenn man so verwegen ist das Ableben der Top Nazis (Adolf, Eva, Göring und Mengele) als Showdown zu bezeichnen, plätschert 12 Minuten lang vor sich hin und ist mehr als nur langweilig inszeniert.
Dennoch gibt es 2 positive Dinge über diesen Film zu berichten: 1. am Ende bekommen die Nazis was sie verdienen (= Happy End) und 2. dieser Streifen hat wohl die Schauspiel-„Karrieren“ aller Darsteller so nachhaltig beeinträchtigt das sie eben diese auch gleich beenden konnten (ausgenommen Michael Sonye aka Mengele)

Bemerkungen:
- Eva stirbt an Wunden die auch von einem Weißen Hai stammen könnten (Insider)
- es gibt eine deutsche Punkband die sich nach diesem Film benannt hat Surf Nazis Must Die
- der Film genießt aufgrund seiner Herkunft (Thoma Studios) in gewissen Kreisen Kultstatus

http://www.imdb.com/title/tt0094077/

Crazy Heart (2009)



Story:
Bad Blacke (Jeff Bridges) ist ein alternder Countrysänger, der seit Jahren keinen erfolgreichen Song mehr hatte und sich nun von einem Kneipenauftritt zum nächsten säuft und kotzt, um danach weiter zu saufen. Als er die junge Journalistin Jean (Maggie Gyllenhaal) kennenlernt versucht er sich zu fangen und sein Comeback ins vernünftige Leben zu schaffen, doch sein altes Laster holt ihn bald wieder ein ...

Fazit:
Eine berührende Reise ins Leben eines abgehalfterten Countrystars, der versucht seinen Weg zu finden und dabei mit Liebe, Alkoholentzug und anderen Problemen zurechtkommen muss. Der Soundtrack begleitet die Akteure wie guter Whiskey chillig durch den Film (einige der Klasse Songs werden vom Dude himself performt) und kann sich auch ohne den Film hören lassen. Die Cast ist, bis auf einen genial spielenden Mr. WhiteRussian (der für solche Rollen nun ein Mal lebt), eher gewöhnungsbedürftig (Maggie Gyllenhaal und Colin Farrell) und eindeutig Mittelmaß. Auch wenn ich einen Großteil des Films gequatscht habe so ist der Dude und die Songs doch in meinen Augen und Ohren hängen geblieben. Zwar ist es Schade das der Film nur die Geschehnisse eines Zeitraums einfängt, dennoch ist gerade dieser eine spannende Reise zwischen Abgrund und Rettung. Für Country-Neueinsteiger und Dude-Fans, die eine Dramaversion unseres Helden vertragen, ein unterhaltsamer Film, der dennoch nur aufgrund seiner Musik und dem Slackergott himself (Jeff Bridges) es bis ins Mittelfeld schafft.

Bemerkungen:
- basiert auf dem gleichnamigen Roman von Thomas Cobb, inspiriert von der Biographie des 2007 verstorbenen Country-Sängers Hank Thompson
- The Weary Kind (Theme from Crazy Heart) geschrieben von Ryan Bingham and T-Bone Burnett, der auch schon 2005 zusammen mit Joaquin Phoenix und Reese Witherspoon für Walk the Line (2005) arbeitete, gewann den Academy Award für Best Original Song
- zwei Golden-Globes, sowie zwei Oscars, u.a. der Oscar für den Dude als Best Performance by an Actor in a Leading Role

Hank Thompson



R.i.p

http://www.imdb.com/title/tt1263670/

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