Die ehrliche Filmkritik - mit bald genau 666 Filmen (und der wird devilish vicious)

Dante's Inferno: An Animated Epic (2010)



Story:
Dante, ein Tempelritter, kehrt gezeichnet von den Kreuzzügen zurück und findet seine Familie ermordet vor. Auf einmal wird er Zeuge wie der Teufel die Seele seiner Frau Beatrice in die Hölle entführt. Sofort macht sich Dante auf den Weg durch die 9 Reiche der Hölle um seine Frau zu befreien, dabei muss er sich nich nur unzähligen Dämonen, sondern auch seiner Vergangenheit stellen...

Fazit:
Warum ändert man den Zeichenstil in einem Film? Und dann noch mehrmals? Vielleicht versucht man einfach nur alle anzusprechen, was aber schier Bullshit ist und den Gesamteindruck des Films beschmiert. Man hat die bekanntesten Zeichenstile eingebaut, angefangen beim kantigen Zeichenstil der Amerikaner bis hin zu japanischen Standardformen, die an alte Videospielcharas und Saiyajins erinnern. Die knapp 88 Minuten vergehen schnell, da viel gekämpft wird, die Höllenebenen sehr originell sind und man sich an die mittelalterliche Sprachweise sehr schnell gewöhnt. Ignoriert man einmal den Zeichenstilwechsel, die überraschende Freundlichkeit in manch einer Höllenzone und die Tatsache, das der Held wahllos einige Verdammte erlöst und den Rest der Verdammnis überlässt, dann hat man einen guten Film für Anime Fans, die mit 2 weiteren Teilen rechnen sollten. Amen.

Bemerkungen:
- Dante wird von Mark Hamill gesprochen (Batman Fans als Jokerstimme und StarWars Fans als Luke-One-Hand bekannt)
- basiert auf der 'Komödie' (später: Die Göttliche Komödie) von dem italienischen Dichter Dante Alighieri (1265-1321). Eine in 3 Werke aufgeteilte Geschichte, die in Versform und aus der Ich-Perspektive über seine Reise durch die 3 Jenseitsreiche [Inferno (Hölle), Purgatorio (Fegefeuer) und Paradiso] berichtet. Sie gilt als bedeutendste Dichtung der italienischen Literatur
- Wer grob den Anime nachspielen will sollte sich Dante's Inferno (VG/2010) besorgen

http://www.imdb.com/title/tt1401113/

Tooth Fairy (2010)

aka Zahnfee auf Bewährung


Story:
Derek (Dwayne 'The Rock' Johnson) ist nicht nur beim Eishockey ein harter Knochen, doch als er versucht den Glauben eines kleinen Mädchens an die Zahnfee zu zerstören wird er von der Welt der Zahnfeen bestraft. Er muss für eine Woche den Job einer Zahnfee übernehmen und gerät dabei von einem Schlamassel in den anderen...

Fazit:
Disney's neuer Dauerersatz für Arnorld Schwarzenegger in Komödien ist definitiv Johnson, und er passt perfekt. Soviel Charakter in nur einer Augenbraue ist selten! Die Gags sind solide und fruchten dank der gut aufgelegten Schauspieler, man ärgert sich bei der rührseligen und vorhersehbaren Story mit den Darstellern und lacht ebenso mit ihnen. Meines Erachtens etwa auf dem selben Level wie Daddy ohne Plan (2007), ergo für die ganze Familie sehenswert.

Zitat:
"You can't handle the tooth!"

Bemerkung:
- Nebenrollen: Seth MacFarlane und Billy Crystal

Impuls meint das The Rock Mickey Maus die Milchzähne den Rachen runterschlägt. Disney's neuer Kinderstar hat's voll raus. Charisma, Charme und Authentizität.

Trivia:
- Johnson feiert mittlerweile sein 10-jähriges in der Filmbranche
- Dwayne Johnson bestritt in seiner Wrestlingkarriere 839 Kämpfe
- The Rock ist 5facher WWF Tag Team, 7facher WWF/WWE Undisputed Champion und Sieger des 2000er Royal Rumble

http://www.imdb.com/title/tt0808510/

Shutter Island (2010)



Story:
1954, U.S. Marshal Daniels (Leonardo DiCaprio) soll dem Verschwinden einer Insassin der Anstalt für wahsinnige Verbrecher auf Shutter Island auf den Grund gehen. Doch bei seinen Untersuchungen auf der Insel stößt er auf mehr und mehr Geheimnisse, die mit seiner Vergangenheit verbunden sind und bald beginnt er an seinem Verstand zu zweifeln...

Fazit:
Oh man, da hat mich ein Trailer wieder einmal wundersames glauben lassen und der dazugehörige Film hat mich mittels immenser Gewaltanwendung in Form von Plotlosigkeit und Logiklöchern in die Realität zurückgeholt. Altmeister Martin Scorsese hat bei seinem Werk wohl ab und an kräftig einen durchgezogen, vor allem bei dem schlechten und fehlenden Schnitt merkt man das deutlich. Manch eine Szene zieht sich ewig hin, würde man alle unnötigen Szenen streichen, dann wäre der Film glatt um eine halbe Stunde kürzer. Es wird einem ein gruseliger Mystery-Fall versprochen, doch in Wahrheit bekommt man eine bittere Pille zu schlucken, die mangelndes schauspielerisches Talent offenbart, sowie eine schöne Grundidee kaputt spielt. Im Grunde ist das Ende für jeden vorhersehbar der bis 2 zählen kann. Es gibt hier und da einige nette Bilder, aber ansonsten nur unnötige Verwirrung und Langeweile, die mit einer mittelmäßigen und endlos langgezogenen Auflösung enden. Unterhaltsamer als eine leere Wand anzustarren, aber auch nicht mehr. Da helfen Pillen und Gitter nichts, einfach: Klappe zu - Affe tot!

Bemerkung:
- Nebenrollen: Ben Kingsley, Max von Sydow und Jackie Earle Haley

http://www.imdb.com/title/tt1130884/

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