Die ehrliche Filmkritik - mit bald genau 666 Filmen (und der wird devilish vicious)

Cirque du Freak: The Vampire's Assistant (2009)

aka Mitternachtszirkus - Willkommen in der Welt der Vampire


Story:
Der Spinnenbegeisterte Darren (Chris Massoglia) und sein bester Freund Steve (Josh Hutcherson), der von Vampiren fasziniert ist, finden einen Flyer vom mysteriösen Mitternachtszirkus. Doch die Freakshow führt die Beiden in die Welt der Vampire in der sie zu Feinden werden. Darrens Mentor und Vampir Crepsley (John C. Reilly) bereitet ihn nur widerwillig auf die Schlacht vor, doch auch die Bösen wollen Darren auf ihrer Seite haben und schnappen sich dessen Familie...

Fazit:
Vampire. Vampire. Vampire. Vampire. Der nächste Vampirfilm, den ich sehe, sollte definitiv mehr Story haben - sonst beiße ich Jemanden! Also, es gibt nicht viel über den Film zu sagen, denn der Film schafft von der ersten Minute an die Grundlagen für Teil 2 und Teil 3 und Teil etc.-Vampir-Bye-Bye. Die Schauspieler sind Dreck, bis auf Reiley (der auch ernst sein kann) und Watanabe (der auch einen Superbösewicht spielen könnte). Die Effekte sind nett, manche Ideen (u.a. Bluttransfer) sind originell, aber nicht revolutionär, die Story kreist vorhersehbar um die große (irgendwann mal stattfindende) Schlacht und das innere Ringen des Hauptdarstellers (Emo-Junge) um sein Leben als Vampir oder Mensch. Ich hoffe es wird besser, ansonsten nur was für Vampirfreunde (ohne große Vampir-Action-Erwartungen). Dank Reiley findet der Film genug Schatten um als netter Durchschnitts-Walker den Kinoalltag überstehen zu können.

Bemerkungen:
- basiert auf der bisher 12-teiligen Vampir-Buchreihe von Darren O’Shaughnessy (aka Darren Shan), der ertse Teil erschien 2000 und die ersten 3 Teile wurden in dem o.g. Film verarbeitet
- Nebenrollen: Salma Hayek, Ken Watanabe und Willem Dafoe

Impuls meint: John C. Reilly mal ganz anders aber trotzdem lustig. Früher hätte ich ihn mir nie in halbwegs ernsthaften Rollen vorstellen können, hingegen er jetzt gute Arbeit geleistet hat. Wenn ich Leuten von diesem Film berichte, wird für mich immer die Schauspielerische Leistung seinerseits im Mittelpunkt stehen.

http://www.imdb.com/title/tt0450405/

Gamer (2009)



Story:
In der Zukunft gibt es 2 Arten von Menschen. Die Einen sind die Spieler und die Anderen die Gespielten, gegen Bezahlung lässt man sich (beinahe willenlos) von anderen Menschen fernsteuern. Das beliebteste Spiel ist "Slayers", in dem Sträflinge um ihr Leben kämpfen. Kable (Gerard Butler), der Star des Spiels, ist kurz davor das letzte Level und somit seine Freiheit zu erreichen. Doch der Erfinder des Spiels, Ken Castle (Michael C. Hall) hat andere Pläne mit ihm und dem Rest der Welt...

Fazit:
Hier haben wir eine ballerfreudige Kritik an der Spiele-&-Medien-Konsumgesellschaft, die auf mich wie ein unstrukturierter Mix aus Surrogates (2009), Running Man (1987) und The Sims (VG/2000) wirkt, jedoch an keinen der beiden Filme und ebenso wenig an das Reality-Game herankommt. Nicht zu vergessen dass es unterwegs seine Botschaft verliert. Dafür platzen aber eine Menge Köpfe, es gibt viele bunte Farben, einen eklig fetten Klischeespieler und Action über Action. Habe ich die Balleraction schon erwähnt? Eins der zahlreichen Opfer war die Moral. Egal, C. Hall ist der eklig-gute Bösewicht und Butler der Hirnlose Ballerprinz. Das Finale hätte ruhig knalliger ausfallen können, aber leider hat man ein Klischee-Ende vorgezogen. Für Actionfreunde hui, für Fans von Zukunftsvisionen und Spielen pfui. Dennoch sehr unterhaltsam und daher ein Peng-Peng-Schatz aus der Action-Restposten-Ecke.

Bemerkungen:
- Michael C. Hall ist als freundlicher Serienmörder aus der Serie Dexter (2006-ongoing) bekannt
- Nebenrollen: Ludacris (Rapper) und Keith Jardine (UFC-Kämpfer)

Impuls meint: In Zeiten von Avatar (2009) und Second Life wird es langsam zur Gewohnheit, dass Menschen Menschen steuern. Gamer ist ein bisschen abgedreht und die typischen Klischees werden mal wieder bedient. Fette Typen die eine Frau als Avatar nehmen. Es sind immer fette Typen die ein weibliches Avatar haben, immer!!!

http://www.imdb.com/title/tt1034032/

Daybreakers (2009)



Story:
Im Jahre 2019 gibt es kaum noch Menschen, an ihre Stelle sind die Vampire getreten. Doch der Mangel an Menschen bringt einen Mangel an Blut mit sich, der immer mehr Vampire mutieren oder gar sterben lässt. Edward (Ethan Hawke) soll im Auftrag des mächtigsten Blutlieferantens Bromley (Sam Neill) einen künstlichen Blutersatz finden, doch bisher hat er keinen Erfolg. Durch Zufall begegnet er Lionel (Willem Dafoe), einen der letzten freien Menschen. Dieser meint er habe einen Weg gefunden, wie man einen Vampir wieder in einen Menschen verwandeln könnte...

Fazit:
Eine neue Idee für die Zukunft der Menschen, mit wenigen Monstern, aber dafür umso mehr Blut. Die Welt befindet sich gerade auf einem Vampirtrip wie es ihn selbst zu Anne Rice Hochzeiten nicht gab, daher gehen mir die Blutsauger und die Emo-Gothic-Potter-Kinder dieser Welt doch ein wenig auf die Nerven. Egal, der Film selbst bietet nette Unterhaltung mit viel roter Farbe und guten Effekten, auch sollte man der Maske mal kräftig auf die Schulter klopfen. Aber den Drehbuchautoren sollte man mit aller Kraft ins Gesicht treten, denn das Heilmittel ist eher eine Light Version der Apokalypse Now, die den Rest der Menschheit wohl auf knapp 5 Menschen dezimieren wird. Sam Neill spielt einen Klasse kalten Bösewichte, der ohne große Action begeistert, der Rest der Cast hat schon bessere Rollen gehabt. Die Vampir-Society ist ein interessanter Blick in die Zukunft, mit einigen Spritzern Sozialkritik. Hätte die Story mehr Inhalt und die Monster mehr Platz zum töten gehabt, dann wäre die Topwertung von meiner Seite aus gerechtfertig, doch die Realität sieht nun mal blutiger aus. Für Vampirfans und Freunde von düsteren Zukunftsversionen dennoch ein leckerer Happen!

Impuls meint: Auf jeden Fall besser als so manch anderer Vampirshit. Ethan Hawke spielt sehr überzeugend. Die ganze Idee hinter dem Film finde ich sehr gut. Witzige Gadgets für Vampire, die sich ihr Leben leichter machen wollen. Willem Dafoe nervt ein bisschen, weil ich langsam das Gefühl habe, dass er überall mitspielt.

http://www.imdb.com/title/tt0433362/

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