Die ehrliche Filmkritik - mit bald genau 666 Filmen (und der wird devilish vicious)

Little Miss Sunshine (2006)





















Weasel meint:
Die kleine Olive (Abigail Breslin) hat in ihrem jungen Leben schon große Ziele. Sie will die Little Miss Sunshine Wahl in Los Angeles gewinnen. Sie ist zwar nur nachnominiert und hat so gar keine Ähnlichkeit mit dem verdrehten Schönheitsideal der Amerikaner, wurde aber von ihrem geliebten Opa (Alan Arkin) wochelang trainiert ist sich sicher zu siegen. Und weil es nicht anders geht, und auch keiner dem Nesthäkchen der Familie einen Wunsch verwehren kann, kommen alle mit. Nur wollen tut dies leider keiner, da nicht alle in der Familie gerade mit sich und der Welt im Reinen sind. Onkel Frank (Steve Carell, großartig) zum Beispiel hat sich erst vor kurzem noch das Leben nehmen wollen. Er verliebte sich unglücklich in einen seiner Studenten, welcher ihn mit einem Kollegen betrog. Bruder Dwayne (Paul Dano) sagt zurzeit aus Überzeugung kein Wort und Papa Richard (Greg Kinnear) hat ein Motivationsprogramm entwickelt, welches Jedermann zum erfolg bringen soll nur leider ihn nicht so recht. Einziger Fels in der Brandung ist da Mama Sheryl (Toni Collette, wie immer in der Mutterrolle und wie immer mehr als nur großartig).Die Fahrt zur Misswahl wird für die Familie nicht ganz einfach, nicht nur weil der Familienbus nur durch Anschieben läuft. Irgendwann finden Sie aber doch den Weg nach Los Angeles und besonders auch zu sich selbst. Ein liebenswerter Film mit umwerfenden Darstellern. Zurück zur Familie, ohne Schminke und Kitsch.

Fazit: wertvoll

Mr. Halfasleep meint:
Ein sehr angenehmer Film mit einer realen Familie, denn wir sind doch alle vom Wahnsinn gekrallt - der Eine mehr, der Andere weniger. Schade ist nur dass der Film sein dramatisches Potential durch fehlende Emotionen am Ende verschenkt und sich dem seichten Spaß hingibt. Dennoch ist der Film, vorallem das Ende und die Nummer der Kleinen ein echter Hammer und man fragt sich was mit dem Opa wohl abging, dass er ihr solch einen Auftritt beigebracht hat! Die Darsteller sind allesamt Gold wert und man sieht wo Verwandte aufhören und Familie anfängt!

Impuls meint:
Schöner Film, den ich auch gern erneut angucken möchte. Steve Carell spielt einmal im Leben eine gute Rolle. Als Comedian mag ich ihn nicht aber als seriöser Schauspieler hat er echt potenzial. Die Kritik am Schönheitsideal auf solchen Miss-Shows ist nicht zu wenig. Es wirkt beinahe schon eklig wie geschminkt die kleinen Mädchen sind. Sie wirken wie erwachsene Frauen in einem Kinderkörper gefangen. Zu guter Letzt muss ich immer wieder an die Worte des Opas denken und generell seine Sexistische Einstellung. Danke. Super Film.

http://www.imdb.com/title/tt0449059/

The Chumscrubber (2005)

aka Glück in kleinen Dosen




















Weasel meint:
Zunächst, diesen Film muss man nicht verstehen.
Zur Handlung:
In einer noblen, äußerst amerikanischen, Villensiedlung lebt der Teenager Dean (Jamie Bell). Alles in seiner Umgebung wirkt künstlich und mehr als scheinheilig, zudem wohl jeder in diesem Mikrokosmos aus Plastik und Botox das ein oder andere verschreibungspflichtige Mittelchen zu sich nimmt. Deans bester Freund Troy hat dies alles nicht mehr ertragen können und nimmt sich das Leben durch den Strick. Leider ist es sein bester Freund der ihn finden wird. Als wäre dieses dramatische Erlebnis nicht schon schlimm genug rückt Dean nun eine eher eigenwillige Highschool Clicque auf den Leib. Bestehend aus den eher zu kurz geratenen Billy und Lee (Justin Chatwin und Lou Taylor Pucci), die man uns allen ernstes als pseudo-harte Draufgänger verkaufen will, und Crystal der einzige Blickfang des ganzen Films in zauberhafter Gestalt von Camilla Belle. Der tote Troy war bis dato der Hauptlieferant für kleine illegale Glücklichmacher und dieses Loch soll jetzt widerwillig Dean stopfen. Um ihn dafür so richtig zu motivieren beschließen die vertrottelten Schulschläger Dean’s jüngeren Bruder zu entführen. Man muss ja an den Stoff ran. Sie entführen zwar den falschen Jungen, ist aber nicht weiter schlimm, man hatte ja eh keinen Plan.

Hinter dieser eher banalen Story steckt jedoch mehr. Die Darsteller der Eltern sorgen für großartige Momente, voller Wahn und menschlicher Tragödie. Unter anderem Glenn Close, Ralph Fiennes, William Fichtner und Carrie-Anne Moss verkörpern seelisch kaputte Erziehungsberechtigte, welche dringendst eine Therapie benötigen. Mit diesem Aufgebot an überdurchschnittlich guten Darstellern gewinnen die Charaktere, und nicht zu letzt der Film, an Bedeutung.

Fazit: sehenswert

Mr. Halfasleep schmeißt sich nur das das über-bunte Leben:

Ein seltsamer Film, der am Ende nicht wirklich was bringt - im Sinne von logischen Resultaten. Das Ganze macht aber auch so Spaß und ist wordwörtlich: interessant! Hier sind die Nebendarsteller die Hauptdarsteller, ein Delphine sehender Fiennes, Fichtner als Hardcore-Autor und vorallem die absolut fertige Glenn Close spielen die Kleinkinder-Jugendlichen einfach nicht nur an, sondern gleich durch die Wand und raus aus dem Film. Sollte man sich anschauen, wenn man verwirrte Menschen sehen will in einer schwachen aber dafür netten Story über das ignorant-blinde Denken und Leben einiger Familien.

Bemerkungen:

- The Chumscrubber ist im Film eine Art animierte Fernsehserie und Videospiel, wird dann später auf das reale Filmleben projeziert.

- gute Eltern reden nicht nur, sie hören auch zu!

http://www.imdb.com/title/tt0406650/

Never Back Down (2008)

aka The Fighters


Mr. Halfasleep meint:

Yeah! Fette Martial Arts Action bei der selbst OldSchool KungFuFilme einpacken können... nicht!!!! Mit wenigen Erwartungen angesehen und mit umso mehr Enttäuschungen belohnt worden!

Story:
Junge hat Problem mit Gewalt in der Schule und zieht mit siener Kleinfamilie um, in der neuen Stadt angekommen wird er zu einem Kampf herausgefordert und öffentlich blamiert. Er beschließt bei einem Kampfsportlehrer zu trainieren und Rache zu nehmen.

Es mag ein wenig nach KarateKid klingen, was daran liegen könnte dass man sich auch mächtig von dort bedient hat. Die Kämpfe sind Grotte, Submission-Moves sind dominierender Style in beinahe jedem Kampf- der Protagonist schafft es natürlich in seinen Endkämpfen aus diesen FightStoppern rauszukommen! Da is nich viel mit Technik, nur mancher Schlag (Glückstreffer) ist schön mit anzuhören und zu sehen! Immer und immer weden auf ein und dieselbe Stelle, der Held schafft es mit zertrümmerten Rippen natürlich die saubersten Kicks durchzuziehen, aber da mangelt es mir einfach an den glaubenden Augen eines RacheAdrenalinKämpfers um das richtig zu sehen! Die Gefühlsstory die nebenbei versucht wird aufzubauen und vorallem den Trainer betreffend gut rüberkommt wird leider viel zu schnell übergangen.

Fazit: Keine Höchstleistung, macht aber Lust auf Training, Sandsackboxen und
SubmisssionMove-Experimente. Ansonsten guuckt euch lieber KarateKid an,
der Bursche hat Stil, Willen und einen alten weisen Japaner an seiner Seite. Zu wenig Kämpfe, mies choegraphierte Kämpfe, zu wenig Inhalt - sowas kriegt nen MTV-MovieAward nur fürs SixPack. Obwohl der Bösewicht flashed! Kampfsportfans macht nen weiiiiiiiiiten-hajjjaaaa-Bogen drum!!!


Impuls:
Durch die MTV Movie Awards, Winner „Best Fight“, darauf Aufmerksam gemacht. Haben wir uns voller Vorfreude auf den Kampfsportfilm gefreut. Wir mögen Kampfsportfilme, wie ihr vielleicht schon in älteren Posts gemerkt habt. Auf eine große Besetzung wird verzichtet. Einzig mir bekanntes Gesicht ist Cam Gigandet, der durch diverse Serienauftritte, wie in der 3.Staffel von OC, California bekannt geworden ist. Vom dem Film habe ich mehr Kampfszenen erwartet und die Visionen, des Protagonisten, waren so wie in jedem anderen Film auch. Ich erinnere mich. Sehe meine Familie, die gibt mir Kraft –jetzt besiege ich dich. Auch noch schlecht, dass er ja mal alles auf seinen Vater schiebt und nichts selbst verantworten kann. Die Kämpfe waren dennoch gut, auch der Final Fight war nicht schlecht. Nur letzten Endes hätte ich mir gern längere Kämpfe gewünscht.

noch zu sagen ist:
- du hast einfach mal meinen Freund krankenhausreif geschlagen, jetzt hab ich dich besiegt und wir respektieren einander, alles geklärt!!! -wie dumm


http://www.imdb.com/title/tt1023111/

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